Duplicate Content – das hat es mit den textbasierten Doppelgängern auf sich

In diesem Beitrag wollen wir noch einmal auf die Erstellung von Inhalten für deine Webseite eingehen und dir das Thema Duplicate Content kurz vorstellen.

Duplicate Content bedeutet zu Deutsch: doppelter Inhalt. Der Begriff bezieht sich vor allem auf größere Textblöcke, die auf unterschiedlichen URLs oder Domains mehrfach vorkommen. Bezogen auf die Sichtbarkeit deiner Webseite im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung kann dies einen mehr oder weniger starken Einfluss haben. Im Folgenden wollen wir dir dies an zwei Beispielen verdeutlichen.

Beispiel 1: Nehmen wir an du betreibst einen Onlineshop und verkaufst ein T-Shirt in zehn verschiedenen Farben. Für jede Farbe hast du nun eine eigene Unterseite und verwendest jeweils den gleichen Beschreibungstext. Auf diese Weise erzeugst du auf deiner Seite Duplicate Content (interner Duplicate Content).

Beispiel 2: Du veröffentlichst einen Blogtext zum Thema „Reifen wechseln“ auf deiner eigenen Seite. Auf einmal taucht der gleiche Text in dem Ratgeberbereich eines Onlineshops für Wagenheber auf. Dann handelt es sich ebenfalls um Duplicate Content (externer Duplicate Content).

Wie wirkt sich das jetzt auf das Ranking aus?

Grundsätzlich möchte Google bei einer Suchanfrage eine bestmögliche Nutzererfahrung bieten. Deshalb werden im Idealfall Seiten, die denselben Inhalt vorweisen, aussortiert beziehungsweise nur eine von diesen angezeigt. Eine Seite wird dann nicht sofort aus den Sucherergebnissen entfernt, vermutet Google jedoch einen Täuschungsversuch, kann das negative Auswirkungen haben. Verwenden die beiden Texte aus Beispiel 1 zum Beispiel sehr häufig ein bestimmtes Keyword, kann Google das als Versuch sehen, einen gleichen Inhalt mehrfach zur Beeinflussung der Suchergebnisse einzusetzen. Da dies aber dem Gedanken der Nutzerfahrung widerstrebt, kann die Seite vollständig rausgefiltert und somit nicht mehr gefunden werden.

In Beispiel 2 kann es sich um den Fall handeln, dass der Inhalt einer Webseite unrechtmäßig übernommen wird. Hier muss die Suchmaschine dann entscheiden, welche der beiden Seiten am relevantesten für eine Suchanfrage ist. Im schlechtesten Fall verliert derjenige, der als Erster den Inhalt ins Netz gestellt hat.

So vermeidest du Duplicate Content

Google legt Wert auf Unique Content, also einzigartige Inhalte. Wenn du mehrere Unterseiten hast, die sich mit ähnlichen Themen befassen, solltest du am besten darauf achten, die Formulierungen der Beschreibungstexte immer etwas zu verändern. Bei internem Duplicate Content kann es auch helfen, einzelne Seiten nicht zu indexieren. Das bedeutet, dass diese nicht für das Ranking berücksichtigt werden sollen.

Über sogenannte Canonical Tags, welche im Quelltext eingefügt werden, kannst du Google direkt mitteilen, welche URL für einen bestimmten Inhalt relevanter ist. Diese Methode kann zum Beispiel auch bei externem Duplicate Content zum Einsatz kommen. Erscheinen deine Inhalte etwa im Rahmen einer Kooperation, also rechtmäßig, auf einer anderen Domain, kann der Canonical Tag darauf verweisen, dass deine Webseite die relevantere für diesen Inhalt ist.

Insgesamt sollte es für dich zunächst das Einfachste sein, die Formulierung auf deinen Unterseiten stets zu variieren und vielfältigen Content zu bieten. Damit hat es die Suchmaschine am leichtesten und auch aus Sicht der Nutzererfahrung ist diese Vorgehensweise zielführender.

So erkennst du Duplicate Content

Im Netz gibt es unterschiedliche Tools, die Duplicate Content für eine einzelne URL finden können. Diese gibt es sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig. Es gibt aber auch eine gänzlich kostenfreie Variante, für die du nur die Suchmaske von Google benötigst. Gebe hierfür Teile deiner Texte in Anführungszeichen ein. Dadurch sucht Google nach exakten Übereinstimmungen für die eingegebenen Begriffe. Erhältst du mehrere eindeutige Übereinstimmungen in den Sucherergebnissen, kannst du davon ausgehen, dass es sich um Duplicate Content handelt.

Natürlich gibt es eine Vielzahl an sehr allgemeinen Formulierungen, die immer wieder vorkommen. Das lässt sich einfach nicht vermeiden. Achte am besten immer auf ein gesundes Mittelmaß und versuche deinen Besucher so einzigartige Inhalte wie möglich zu bieten.

AUS DEM BLOG